Bass Xtender richtig wählen: BT2, BT8 oder Ultralite – Größe, Bohrung & Hebelweg passend zu deinem Bass
Ein Hipshot Bass Xtender macht aus deiner E-Saite per Hebel ein tiefes D – auf der Bühne in einer halben Sekunde, ohne Umstimmen, ohne Nebenbass. Aber: Der beste D-Tuner nützt nichts, wenn Post-Durchmesser, Gehäusebauform und Bassseite nicht zu deiner Kopfplatte passen. Genau darum geht es hier: Welche Größe du brauchst, wie du 3/8" von 1/2" unterscheidest und ob BT2, BT8 oder Ultralite Xtender die richtige Wahl für deinen Bass ist. Stand: 02.10.2026.
Warum die Größe beim Bass Xtender alles entscheidet
Viele suchen nach „Drop-D Mechanik für Bass“ und bestellen irgendeinen D-Tuner. Ergebnis: Die Mechanik wackelt im Loch, das Zahnrad klemmt am Kopfplattenrand oder der Hebel schlägt gegen die G-Saite-Mechanik. Der Grund ist einfach: Ein Bass Xtender ist kein Universalteil, sondern ein maßhaltiger Ersatz für genau eine vorhandene Stimmmechanik – in der Regel die der E-Saite.
Hipshot fertigt deshalb bewusst keine Guss-, sondern CNC-gefräste und lasergeschnittene Mechaniken. Das gibt dir 20:1 bis 27:1 Übersetzung, exakte Post-Maße und einen fest definierten Hebelweg von E auf D – aber es verlangt von dir 2 Minuten Messarbeit vor dem Kauf. Die belohnt dich mit Stimmstabilität, sauberem Umschalten und Montage ohne Neubohren.
- Fender Precision / Jazz Bass USA, Mexico, Japan mit Original-Mechanik? → Meist BT8 für Fender E-D, Clover-Flügel, Bassseite.
- Gotoh-, Schaller- oder No-Name-Bass mit offenem 1/2"-Post? → Meist BT2 Schwarz Clover Bassseite.
- Kopflastiger Bass, Neck-Dive, leichte Bauweise gewünscht? → Ultralite Xtender 1/2" in Schwarz.
Die 3 Maße, die du vor dem Kauf prüfen musst
1. Post-Durchmesser: 3/8" oder 1/2"?
Das ist die wichtigste Größe. Miss den Durchmesser der Hülse bzw. des Lochs in der Kopfplatte an der E-Mechanik:
- 1/2 Zoll (ca. 12,7–12,8 mm): Standard bei fast allen Fender-Style Bässen, vielen Ibanez, Yamaha, Lakland, G&L und Custom-Bässen mit offener Mechanik. Alle drei Bestseller in diesem Ratgeber – BT2, BT8 und Ultralite 1/2" – sind für dieses Maß gemacht.
- 3/8 Zoll (ca. 9,5–9,8 mm): Typisch für Vintage- oder kompakte Mechaniken, manche Warwick-, Rickenbacker- und Import-Modelle. Hier brauchst du einen 3/8"-Typ, etwa USA Ultralite 3/8" oder BT3 – nicht die 1/2"-Versionen aus diesem Artikel.
Praxis-Tipp: Schieblehre ansetzen, nicht schätzen. Eine 10-mm-Bohrung aus dem Gitarrenbereich ist beim Bass falsch – Bass-Xtender sitzen deutlich satter. Wer zwischen 12,5 und 13 mm misst, liegt bei 1/2". Wer um 9,6 mm misst, braucht 3/8".
2. Bauform & Schraubenbild: BT2 vs. BT8 vs. Ultralite
Hipshot baut den gleichen Hebelmechanismus in unterschiedliche Gehäuse, damit du nicht bohren musst:
| Modell | Passt auf | Gehäuse | Gewicht / Charakter |
|---|---|---|---|
| BT2 | Offene Standard-Mechaniken mit zwei Schraubenlaschen (Schaller-/Gotoh-Style) | Geschlossenes BT-Gehäuse, Clover-Flügel | Solide, klassischer Look, sehr feine 20:1-Regelung |
| BT8 Normal E-D für Fender | Fender Precision / Jazz, Squier Classic Vibe, viele Fender-Lizenznachbauten | Fender-Style Platte, tropfenförmige Bohrung | Drop-in ohne Neubohren, Hebelweg ab Werk auf E-D voreingestellt |
| Ultralite 1/2" | Moderne Bässe mit Ultralite- oder Gotoh GB-707-Style Mechaniken | Offene Leichtbau-Mechanik aus Aluminium | Deutlich leichter gegen Kopflastigkeit, 20:1, ideal für 5- und 6-Saiter-Kopfplatten |
3. Seite, Flügel und Hebelweg: Bassseite, Treble-Seite, E-D oder D-C?
Fast alle 4-Saiter brauchen den Xtender auf der Bassseite (obere Seite bei Rechtshand-Bässen) für die E-Saite. Linkshänder oder 5-Saiter mit H-Saite spiegeln das. Der Flügel – Clover, Y-Key, Lollipop oder Mini – ist Optik und Griffgefühl: Clover ist Fender-Standard und fasst sich auch mit schwitzigen Fingern sicher an.
Der Hebelweg ist ab Werk auf E auf D eingestellt. Mit der Rändelschraube stellst du nach dem Aufziehen exakt ein: Hebel oben = E, Hebel unten = D. Willst du tiefer – etwa auf C oder B – brauchst du zusätzlich den DoubleStop-Hebel mit drei speicherbaren Stufen. Für 95 % der Rock-, Metal-, Funk- und Cover-Gigs reicht E-D völlig.




